Neubau Landratsamt Landshut Moderner Verwaltungsbau in offener Landschaft

Der Wettbewerbsbeitrag von „dasch zürn + partner“ wurde von der Jury mit dem 1. Preis ausgezeichnet. In der Beurteilung des Preisgerichts im Verhandlungsverfahren zum Neubau des Landratsamts Landshut wird insbesondere die große Leichtigkeit sowie die ausgeprägte Bürgerfreundlichkeit des Entwurfs hervorgehoben. Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober, dem Landkreis Landshut, die Verfasser des Siegerentwurfs mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.

© Bernhard Tränkle & Henrik Schipper

Architektonische Lösung

Mit dem Neubau des Landratsamts ist am Ortsrand der Marktgemeinde Essenbach ein neuer Verwaltungsbau entstanden, der sich eigenständig in die offene Landschaft einfügt und zugleich einen markanten städtebaulichen Akzent setzt. Da der Standort keinen zwingenden städtebaulichen Vorgaben unterliegt, wurde das Gebäude als frei ausgeformter Baukörper entwickelt und konsequent auf seine funktionalen Anforderungen abgestimmt. Die Gebäudehöhe orientiert sich an den benachbarten Bauten. Gemeinsam mit der Musikschule und der Veranstaltungshalle Eskara hat sich damit ein neues, prägendes Quartier für Essenbach gebildet.

„Es war uns wichtig, dass das neue Landratsamt sich mit Geländemodellierungen in seine Umgebung einfügt und die Landschaft für Mitarbeiter und Besucher erlebbar wird“, so Architekt Helmut Dasch.

Der Haupteingang erfolgt über die Josef-Neumeier-Allee und einen großzügigen Vorplatz in eine viergeschossige Halle. Diese verknüpft alle Nutzungsbereiche räumlich miteinander und erleichtert damit die Orientierung für Besucherinnen und Besucher sowie für die Mitarbeitenden.

Das äußere Erscheinungsbild des Neubaus wird von umlaufenden Fenster- und Keramikbändern geprägt. Die Dachfläche wurde zur Regenwasserpufferung extensiv begrünt. Im Inneren bestimmen im Wesentlichen drei aufeinander abgestimmte Materialien die Gestaltung: Holz, Glas und Beton. So entsteht eine klare, hochwertige und zugleich freundliche Atmosphäre.

Das Gebäude erfüllt den KfW-40-Standard und steht damit für eine besonders energieeffiziente Bauweise. Zur nachhaltigen Energieversorgung kommen ein Eisspeicher in Verbindung mit Solarthermie sowie eine Photovoltaikanlage zum Einsatz. Der Neubau des Landratsamts verbindet damit funktionale Architektur, hohe Aufenthaltsqualität und zukunftsweisende Gebäudetechnik.

© Bernhard Tränkle & Henrik Schipper

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