Wie das Haus der Zukunft Kosten spart und Lebensqualität erhöht

Hohe Energiekosten, der Mangel an Baumaterial und der unerreichte Traum vom Einfamilienhaus – mit den richtigen Ansätzen bei der Planung, dem Bau und der Sanierung von Gebäuden könnten sich all diese akuten Themen in naher Zukunft auflösen.

 „Die Strom- und Heizkosten werden für Hausbesitzer und Mieter deutlich niedriger sein als heute“, erklärt Lone Feifer, Direktorin für nachhaltige Gebäude bei der VELUX Gruppe. Das wird möglich dank energetischen Sanierungsmaßnahmen und Vollversorgung mit erneuerbaren Energien. Die künftige Kreislaufwirtschaft von Baustoffen schont zudem Ressourcen, und gemeinschaftliche, trotzdem geräumige Wohnformen lösen den Wunsch nach der Immobilie im Eigenbesitz ab.

„Wenn wir alles richtig machen, können wir im Gebäudebereich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig deutlich an Lebensqualität hinzugewinnen“, sagt Sebastian Breer, Klimaschutz-Experte beim WWF Deutschland. Gemeinsam mit dem Partner VELUX will der WWF im Rahmen der Kampagne “WWF Zukunft” deshalb die Vision eines Zuhauses vorstellen, das nicht nur neues Wohnen erschwinglicher macht, sondern auf gesunde und regenerative Designprinzipien ausgerichtet ist.

Mehr Platz auf weniger Grundfläche und vielfältige Möglichkeiten für die Nachbarschaft: Entwurf des Wohnquartiers von VELUX in Kopenhagen © VELUX

Der Bausektor muss umsteuern

Etwa 35 % des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf Gebäude. Insgesamt geben die Deutschen für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung in Gebäuden rund 73 Milliarden Euro aus (Quelle: Deutsche Energie-Agentur). Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen sind Gebäude weltweit zudem für rund 39 % aller CO2-Emissionen verantwortlich. Und es muss noch viel mehr Wohnraum geschaffen oder saniert werden: 40 % der Weltbevölkerung brauchen ein neues Zuhause.

„Wenn wir die Pariser Klimaziele einhalten und mehr Menschen einen gesunden Lebensraum bieten wollen, ist ein Paradigmenwechsel unumgänglich”, erklärt Breer. Photovoltaikanlagen sollten in Zukunft auf jedem Hausdach verpflichtend sein – durch technische Fortschritte, Förderung und Verbreitung werden erneuerbare Energien immer günstiger. Wärmepumpen ersetzen dann Öl- und Gasheizungen – das allein könnte etwa die Emissionen von Haushalten in Deutschland um zwei Drittel senken.

Eine flächendeckende, staatlich besser geförderte energetische Sanierung bis hin zu Plusenergiehäusern würde zudem den Energiebedarf und damit die Kosten spürbar senken. Wenn in Zukunft der CO2-Preis stetig steigt, lohnt sich die Umstellung auf emissionsfreie Energien gleich doppelt. Investitionen kämen schließlich eher lokalen Strom- und Wärmeanbieter:innen zugute und würden nicht länger an Länder wie Russland oder Saudi-Arabien fließen.

Vom Baustoffmangel zur Wertstoffbörse

Wo immer es geht, sollten Altbauten saniert werden, statt neue Gebäude zu errichten. Die notwendigen Neubauten entstehen künftig jedoch aus wiederverwendbaren oder recycelten Materialien. Im deutschen Gebäudebestand sind 28 Milliarden Tonnen Baumaterialien enthalten – ein gewaltiges Rohstofflager.

Bei der Sanierung entstehen bis zu 70 % weniger CO2-Emissionen als beim Neubau, und die Kosten können sogar um bis zu drei Viertel gesenkt werden. Und der Modernisierungsbedarf ist enorm: Bis 2045 soll der gesamte deutsche Gebäudebereich klimaneutral sein. Es wird also höchste Zeit, dass Außenwände, Dächer und Keller gedämmt, Fenster mit Wärmeschutzverglasung ausgerüstet und Heizungen durch effizientere Modelle ersetzt werden. Zirkuläres Design, also das Denken in rohstoffarmen Kreisläufen von Anfang an, senkt künftig die Verschwendung von Ressourcen – Gebäude werden modular, langlebig, reparierbar und recycelbar entworfen.

Besser wohnen, weniger neu bauen

Der Traum vom Eigenheim – ein Albtraum für Klima und Umwelt? „Wenn wir gemeinschaftlich auf weniger Fläche wohnen, kann mehr Raum für den Naturschutz und natürliche Kohlenstoffsenken wie Wälder und Moore erhalten bleiben”, erklärt Breer. „Durch naturverträgliches Wohnen schützen wir Siedlungsgebiete so auch vor Überhitzung in zunehmend heißen Sommern. Insgesamt müssen alle Gebäude klimafreundlich umgerüstet werden.“

Auf einem ehemaligen Werkstattgelände der Eisenbahn im Zentrum Kopenhagens zeigt VELUX im kommenden Jahr, wie das Zuhause der Zukunft aussehen kann. Unter dem Motto „Living Places Copenhagen” wird 2023 dort ein Gebäude präsentiert, in dem die genannten Prinzipien bereits erlebbar sind. Wir verbringen aktuell bis zu 90 % unserer Zeit in Innenräumen. Das birgt beim aktuellen Gebäudebestand starke Risiken für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. „Mit den richtigen Bauprinzipien und gesunden Materialien können wir Wohnungen bauen, die gleichzeitig unsere Gesundheit und die des Planeten verbessern, die zur Interaktion einladen und so Ängstlichkeit, Einsamkeit und Stress reduzieren”, sagt Lone Feifer.

Wollen wir in diese Zukunft vorstoßen, müssen für jede Modernisierung und jeden Neubau ökologische Standards vom Gesetzgeber eingefordert werden. Dann kann das Zuhause heutigen Bewohnern mehr Gemeinschaft und Gesundheit bieten und künftige Generationen weniger belasten.

© VELUX

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit zwischen VELUX und dem WWF Deutschland entstanden. Der WWF entwirft mit seiner neuen Kampagne „WWF Zukunft“ die Vision einer voll gelungenen Energiewende. Was wird sich ändern, wenn wir Strom und Wärme nur noch aus erneuerbaren Quellen beziehen, die Verkehrswende gelingt und die Wirtschaft klimafreundlich arbeitet? Und vor allem: Wie verändert sich mein eigenes Leben? Sinkende Strompreise, neue Jobs und mehr Solidarität sind möglich, wenn wir heute schon für die Zukunft anpacken. Mehr unter zukunft.wwf.de


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VELUX ist ein globales Unternehmen, das auf der Vision von Tageslicht, frischer Luft und Lebensqualität gegründet wurde – drei Merkmale, die das Leben in Millionen von Häusern und Wohnungen auf der ganzen Welt vervollkommnen.

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