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Wie Regenwassermanagement und Bahnanlagenentwässerung zu einer leistungsstarken und nachhaltigen Infrastruktur beitragen

Im neuen ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Cottbus sorgen Systemlösungen von FRÄNKISCHE für eine zuverlässige Entwässerung und ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Damit leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur klimaresilienten Infrastruktur der Zukunft, sondern unterstützen auch den Strukturwandel in einer Region, die sich neu erfindet.

Einbau einer großvolumigen Rigolenversickerung in der Baugrube des Bahnwerks Cottbus, vorbereitet mit Geotextil und Drosselstrecke für das Regenwassermanagement.
© Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH

Im Rahmen des Bauprojekts „Neues Werk Cottbus“ entsteht aktuell nicht nur das größte und modernste Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn – es wird auch ein zukunftsweisendes Infrastrukturvorhaben realisiert, das weit über die kommunalen Grenzen hinaus strahlt. Das Werk steht sinnbildlich für den Strukturwandel in der Lausitz und zeigt exemplarisch, wie sich vom Kohleausstieg betroffene Regionen wirtschaftlich stärken lassen. Gleichzeitig schafft es die Voraussetzungen für eine leistungsfähige Bahnverkehrsinfrastruktur und ist damit ein zentraler Baustein der Dachstrategie „Starke Schiene“, mit der die Bahn ihre Fahrgastzahlen im Fernverkehr verdoppeln und die ICE-Verbindungen deutlich ausbauen will.

Nachhaltiges Großprojekt

Realisiert wird das Bahnwerk Cottbus in mehreren Bauphasen: Bereits 2024 wurde eine Wartungshalle für ICE-Züge fertiggestellt, eine zweite Halle mit integrierter Lackierstraße befindet sich im Bau. Zudem entstehen Werkstätten, Lagerflächen, Verwaltungsgebäude und eine Qualitätsprüfhalle. Die Lieferanten für die baulichen Gewerke wurden anhand von Kriterien wie Qualität, Nachhaltigkeit und Service ausgewählt – FRÄNKISCHE konnte sich hier als verlässlicher Partner positionieren und erhielt den Zuschlag für die Lieferung der Systemlösungen im Bereich Regenwassermanagement. Sie sind integraler Bestandteil des nachhaltigen Infrastrukturkonzepts und sorgen für eine zuverlässige Entwässerung von Verkehrswegen, Dächern und Gleisanlagen. Damit tragen sie aktiv zur Umweltverträglichkeit und Betriebssicherheit des neuen Instandhaltungswerks bei.

Zuverlässiges Regenwassermanagement

Zur Entwässerung der Dach- und Verkehrsflächen werden im neuen Cottbusser Bahnwerk Rigofill inspect Voll- und Halbblöcke eingesetzt. Mit einem Gesamtfassungsvermögen von über zwei Millionen Litern bzw. 2.000 Kubikmetern – bei einem Hohlraumvolumen von 95 Prozent – bieten sie eine effiziente Lösung zur Regenwasserrückhaltung und Versickerung. Damit ist das Rigofill inspect-System etwa dreimal so leistungsstark wie herkömmliche Kiesrigolen. Darüber hinaus sind die Füllkörper dreidimensional durchströmbar, ermöglichen eine kontrollierte Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers und tragen so spürbar zur Entlastung der Kanalisation bei. Die Rigofill-Blöcke bestehen aus hochbelastbarem Polypropylen (PP) und sind für den Einbau unter verkehrsbelasteten Flächen (SWL 60) geeignet. Dadurch stellte auch die in diesem Projekt realisierte außergewöhnliche Einbautiefe von bis zu sechs Metern kein Problem dar. Dank ihres geringen Gewichts von gerade einmal 20 bzw. 12 Kilogramm lassen sie sich zudem ohne schweres Gerät montieren, was den Einbau erheblich vereinfacht. Ihre modulare Bauweise erlaubt größtmögliche Flexibilität bei der Anordnung in Höhe, Breite und Tiefe und gewährleistet somit maximale Freiheit bei der Anlagengeometrie sowie eine optimale Anpassung an die individuellen Gegebenheiten vor Ort. Besonders hervorzuheben ist die Inspektions- und Wartungsfreundlichkeit der Anlagen: So ermöglicht beispielsweise das offene Blockdesign mit integriertem Inspektionstunnel eine unkomplizierte und vollständige Überprüfung der Anlage per selbstfahrendem Kamerawagen. Darüber hinaus kann das System bei Bedarf mit handelsüblicher Kanalspültechnik gereinigt werden.

Ergänzt wird das Rigofill-System im neuen Instandhaltungswerk durch robuste Quadro Control Schächte von FRÄNKISCHE in den Varianten 2- und 2,5-lagig. Sie bieten jederzeit einen komfortablen Zugang zur Rigole und ermöglichen beispielsweise die Einführung von Spül- und Inspektionstechnik direkt von oben. Sie lassen sich an beliebiger Stelle in die jeweilige Versickerungsanlage integrieren und wachsen während der Bauphase lagenweise mit der Gesamtanlage mit. Beide Lösungen – sowohl Rigofill inspect als auch Quadro Control – verfügen neben einer Anwenderfreigabe der Deutschen Bahn auch über nationale und internationale Zulassungen und Zertifizierungen, wie etwa des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik). Ihre Eignung für den Einsatz in anspruchsvollen Infrastrukturprojekten wird dadurch noch einmal zusätzlich unterstrichen.

© Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH

Höchsten Anforderungen genügt im Bahnwerk Cottbus aber nicht nur die Entwässerung der Dach- und Verkehrsflächen, sondern auch die Entwässerung der Gleisanlagen. Sie wird mithilfe eines durchdachten Komplettsystems von FRÄNKISCHE realisiert, das aus RailPipe Sicker- und Entwässerungsrohren sowie RailControl-Schächten besteht. Bei den RailPipe Rohren handelt es sich um gewellte PP-Verbundrohre mit rundem Querschnitt, glatten Innenflächen und Innendurchmessern von DN 150 bis DN 600, die speziell für die Anforderungen der Deutschen Bahn entwickelt wurden. Sie sind sowohl für den äußeren als auch den inneren Druckbereich des Gleiskörpers optimal geeignet und erfüllen als Teil der Herstellerbezogenen Produktqualifikation (HPQ) die technischen Anforderungen gemäß DBS 918064. Die Rohre sind chemikalienbeständig, statisch äußerst belastbar und lassen sich dank ihrer durchdachten Designs schnell und effizient verlegen.

Die RailControl-Schächte dienen als Spül- und Kontrollschächte und sind ebenso wie das Rigofill inspect-System modular aufgebaut. Schachtunterteil und -aufsetzrohr verfügen über Innendurchmesser von DN/ID 600 und ermöglichen eine einfache Wartung. Die Schächte sind temperatur-, UV- sowie öl-, fett- und chemikalienbeständig gemäß DIN 8075 (Beiblatt 1). Ihre Robustheit wurde durch einen Bauteiltest der MFPA Leipzig (Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen mbH) bestätigt. Zudem sind sie mit gängigen Standardabdeckungen kompatibel und lassen sich unkompliziert im Hochdruckverfahren gemäß DIN 19523 spülen.

Herausforderung Logistik

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Projekts spielte nicht zuletzt auch die Logistik: Im Anschluss an die Auftragserteilung mussten bei insgesamt vier Teillieferungen zwischen Juni 2024 und dem Jahreswechsel 2025/26 jeweils 20 bis 40 LKW termingerecht ankommen und zügig entladen werden, um die Bauteile zeitplangemäß verarbeiten zu können. Allein im Jahr 2024 wurden insgesamt 5.590 Rigofill Vollblöcke und 635 Halbblöcke geliefert. Hinzu kamen im selben Zeitraum annähernd 100 Quadro Control-Schächte in unterschiedlichen Ausführungen, mehrere Kilometer RailPipe Rohrleitungen mit Nennweiten von DN 150 bis DN 300 sowie 50 RailControl Schächte.

Fazit: Nachhaltige Infrastruktur braucht durchdachte Systemlösungen

Leistungsfähige und langlebige Systemlösungen für das Regenwassermanagement, dazu kontinuierliche Liefertreue: Mit seinem hochwertigen Portfolio und seiner ausgeprägten logistischen Kompetenz trägt FRÄNKISCHE dazu bei, das Bauprojekt „Neues Werk Cottbus“ zum Erfolg zu führen und so in einer vom Strukturwandel betroffenen Region rund 1.200 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen zu lassen. Zudem sorgen die ausgefeilten Entwässerungslösungen dafür, dass das neue Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn auch entwässerungstechnisch als Musterbeispiel für eine zukunftsfähige Infrastruktur gelten kann. In Cottbus entsteht so nicht nur ein neues Bahnwerk, sondern ein solides Fundament für die Mobilität von morgen.

Wir entwickeln und produzieren Rohre, Zubehörteile und Systemkomponenten für das Regenwassermanagement, Drainage- und Entwässerungstechnik.

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