The Fontenay: Form follows… Absturzsicherung?
Wie ABS Safety die Wartungsarbeiten entlang der geschwungenen Dachgeometrie des Fünf-Sterne-Hotels sichert.
Form follows function
Dieses Credo der Architektur bekommt beim Fünf-Sterne-Superior-Hotel The Fontenay eine ungewöhnliche Zusatzfrage: Form follows… Absturzsicherung? Das Hotel liegt am südwestlichen Ufer der Hamburger Außenalster, umgeben von altem Baumbestand und ohne direkte Nachbarbebauung. Statt eines geradlinigen Baukörpers entwickelte das Büro Störmer Murphy and Partners eine skulpturale Form aus drei ineinander verschliffenen Kreisen, die zwei Innenhöfe bilden. Leitidee war ein Hotel ohne Rückseite, das sich von allen Seiten zum Park öffnet und von Licht durchflutet wird. Außen übersetzt sich die Kreisfigur in eine Fassade aus horizontalen Bändern mit Glasflächen und weiß glasierten Keramikelementen, die den Radien der Gebäudeform folgen. Bis ins Tragwerk zieht sich diese Konsequenz: Das hyperboloide Vordach der Dachterrasse spannt 38 Meter weit, wiegt 50 Tonnen und kommt vollständig ohne tragende Säulen aus.
Wenn die Form zur Herausforderung wird
Was von unten beeindruckt, ist von oben eine Aufgabe für sich. Gekrümmte Dachkanten, wechselnde Radien, kaum eine wiederkehrende Achse: Wartungsrouten lassen sich hier nicht einfach entlang gerader Linien planen. „Das Umgehen mit 6 unterschiedlichen Kreisen und Radien stellte für Planer und für alle Handwerker eine große Herausforderung dar”, sagt Architekt Jan Störmer. Gesucht war entsprechend ein Sicherungskonzept, das dieser Logik folgt – durchgängig nutzbar, kurventauglich, und ohne die gestalterische Idee der Hülle zu stören.
Eine Absturzsicherung, die der Form folgt
Für die Wartung wurde deshalb eine Lösung geplant, die die geschwungene Geometrie mitgeht: Unser überfahrbares Seilsicherungssystem ABS-Lock SYS IV. Das System folgt jeder Krümmung der Hülle – durchgängig, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer sich an Zwischenstützen oder Kurvenelementen umhängen müssen. Wer heute auf dem Dach des The Fontenay arbeitet, bewegt sich dadurch ohne Unterbrechung von einer Wartungsroute zur nächsten – ein spürbarer Unterschied zu punktuellen Anschlageinrichtungen, die bei jedem Richtungswechsel ein neues Einhängen verlangen. Für die ausführenden Betriebe zahlt sich das doppelt aus: Die klare Systemlogik erleichtert Montage und Einweisung, selbst auf einer Dachkante, die an keiner Stelle geradeaus verläuft und sorgt für spürbar schnellere Wartungsabläufe.
Punktuelle Sicherung im Innenraum
Die Aufnahmehülse ABS-Lock II sichert in Kombination mit der abnehmbaren Anschlageinrichtung ABS-Lock I punktuelle Arbeiten im Innenraum, dort wo keine durchgängige Sicherung gefragt ist. Insgesamt entsteht so eine Sicherungslösung, die sich der Architektur anpasst, statt sie zu dominieren, und die in ihrer Wirkung zurückhaltend bleibt – passend zu einem Gebäude, bei dem laut Störmer selbst das Mobiliar der Formsprache untergeordnet wird. Für Planende zeigt das Beispiel The Fontenay: Auch bei außergewöhnlicher Geometrie findet sich eine passende Lösung, die sich unterordnet und an architektonische Gegebenheiten anpasst.
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