Außenstelle des Landratsamtes Passau in Salzweg

Moderner Neubau des Landratsamts Passau in Salzweg mit Holzfassade, roten Fassadenelementen und großzügigem Eingangsbereich im Passivhausstandard.

© Reiszky Architekten, 
Photos: pedagrafie, Marcel Peda, Passau

Der Landkreis Passau ist der drittgrößte in Bayern. Um näher an der Bevölkerung zu sein und weil am Domplatz in Passau, dem Hauptsitz des Landratsamtes, überhaupt kein Raum für Erweiterungen ist, arbeitet das LRA mit Außenstellen. Nach dem Dienstgebäude für den südlichen Landkreis in Fürstenzell entstand in Salzweg nun das für den nördlichen Landkreis.

Das schon vorhandene ehemalige Telekom-Gebäude wurde mit einer Aufstockung und einem senkrecht dazu angeordneten Neubau zu einer T-förmigen Anlage erweitert. Die Aufstockung verklammert Alt- und Neubau zu einer zusammenhängenden, städtebaulich prägnanten Figur mit der Eingangshalle im Schnittpunkt der beiden Baukörper. Die Gesamtanlage ist maximal dreigeschossig und respektiert den Maßstab der umgebenden Wohn- und Gewerbebauten.
Aufstockung u. Erweiterung sind in Holzrahmenbauweise und im Passivhausstandard ausgeführt. Der Altbau wurde energetisch saniert und erreicht KfW-70-Standard. Der Neubau, die Aufstockung sowie die energetische Sanierung und der Umbau des Bestands wurden in 2 Bauabschnitten im laufenden Betrieb in nur 24 Monaten durchgeführt

© Reiszky Architekten, 
Photos: pedagrafie, Marcel Peda, Passau

Die Kfz-Zulassungsstelle, das Jugendamt und die Sozialverwaltung haben intensiven Publikumsverkehr, die Besucher sind teilweise belastete Menschen. Die natürliche Belichtung der 3,50 m breiten Gänge, die auch als Wartezonen dienen, durch große Lichthöfe über 2 bzw. 3 Geschosse hellt die Stimmung der Besucher auf und erleichtert damit die Arbeit der Angestellten.

Im Inneren zeigt sich die Holzkonstruktion an den Außenwänden und den Decken aller Büros sowie in der Eingangshalle. In den notwendigen Fluren und Treppenhäusern ist dies aus Brandschutzgründen nicht möglich.

Heizung und Kühlung erfolgt über eine Wärmepumpe mit Tiefsonden, Deckenstrahlplatten, Verdunstungskühlung der Zuluft, und die Lüftungsanlage mit Wärme/Kälterückgewinnung, d.h. ausschließlich mit Strom. Der jährliche Energiebedarf des Gebäudes kann zu ca. 80% durch die PV-Anlage auf den Flachdächern gedeckt werden.

Planung und Bau des Gebäudes im Passivhausstandard und die Sanierung im laufenden Betrieb erforderten eine außergewöhnlich intensive, kontinuierliche Abstimmung aller Planungsbeteiligten. Die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn erfolgte in einer eigens dafür gebildeten Arbeitsgruppe aus den Kreistagsfraktionen, der Bauverwaltung, der Stabsstelle Klimaschutz und allen Planern im 4-wöchigen Rhythmus. Die Arbeit unter Leitung des damaligen Kreisbaumeisters Dipl.Ing. Architekt Edgar Küblbeck war flexibel, sehr intensiv und produktiv und hat sehr viel zum Gelingen und reibungslosen Ablauf beigetragen.

© Reiszky Architekten, 
Photos: pedagrafie, Marcel Peda, Passau

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit Deinen Kollegen:

Du hast Fragen zu diesem Beitrag?

Hast Du Fragen zu diesem Beitrag von unserem Partner? Dann kontaktiere uns gerne über das untenstehende Formular! Deine Ansprechpartnerin ist Arrita.

Nach oben scrollen

Werde kostenlos ein Teil vom WLB-Netzwerk!

Wir informieren Dich regelmäßig über unser Fortbildungsangebot sowie die aktuellen Neuheiten aus der Baubranche.

Du kannst den Newsletter jederzeit über den Abmeldelink in unserem Newsletter abbestellen. Für weitere Informationen lies bitte unsere Datenschutzerklärung.

Jetzt kostenlos für diese Fortbildung anmelden!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen