Neubau und Sanierung eines Ämtergebäudes für den Landkreis Passau im Passivhausstandard

Moderner Neubau des Landratsamts Passau in Salzweg mit Holzfassade, roten Fassadenelementen und großzügigem Eingangsbereich im Passivhausstandard.

© Reiszky Architekten

Das vorhandene ehemalige Telekom-Gebäude wurde durch einen senkrecht dazu angeordneten Neubau zu einer T-förmigen Anlage erweitert. Die Aufstockung mit dem 2. OG verklammert Alt- und Neubau zu einer zusammenhängenden, städtebaulich prägnanten Figur mit der Eingangshalle im Schnittpunkt der Baukörper. Die Gesamtanlage ist maximal dreigeschossig und respektiert den Maßstab der umgebenden Wohn- und Gewerbebauten.
Aufstockung u. Erweiterung sind in Holzrahmenbauweise und im Passivhausstandard ausgeführt. Der Altbau wurde energetisch saniert und erreicht KfW-70-Standard. Der Neubau in 2 Bauabschnitten, die Aufstockung sowie die energetische Sanierung und der Umbau des Bestands wurden im laufenden Betrieb in nur 24 Monaten durchgeführt

© Reiszky Architekten

Die Kfz-Zulassungsstelle, das Jugendamt und die Sozialverwaltung haben intensiven Publikumsverkehr, die Besucher sind teilweise belastete Menschen. Die natürliche Belichtung der 3,50 m breiten Gänge, die als Wartezonen dienen, durch große Lichthöfe über 2 bzw. 3 Geschosse hellt die Stimmung der Besucher auf und erleichtert damit die Arbeit der Angestellten.

Im Inneren zeigt sich die Holzkonstruktion an den Außenwänden und den Decken aller Büros sowie in der Eingangshalle. In den notwendigen Fluren und Treppenhäusern ist dies aus Brandschutzgründen nicht möglich.

Heizung und Kühlung erfolgt über eine Wärmepumpe mit Tiefsonden, Deckenstrahlplatten, adiabate Kühlung der Zuluft, und die Lüftungsanlage mit Wärme/Kälterückgewinnung, d.h. ausschließlich mit Strom.

Der Energiebedarf des Gebäudes kann zu 80% durch die PV-Anlage auf den Flachdächern gedeckt werden. Planung und Bau des Gebäudes im Passivhausstandard erforderten eine außergewöhnlich intensive, kontinuierliche Abstimmung aller Planungsbeteiligten. Die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn erfolgte in einer eigens dafür gebildeten Arbeitsgruppe aus den Kreistagsfraktionen, der Bauverwaltung, der Stabsstelle Klimaschutz und allen Planern im 4-wöchigen Rhythmus.

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