E-Bürogebäude in Holz
© K17 Architekturbüro
Nachhaltiger Holzbau: Dreigeschossiges Bürogebäude in nur acht Monaten realisiert
Nachhaltig, flexibel und technisch bewusst reduziert: In Niedersachsen entstand innerhalb von nur acht Monaten Bauzeit ein dreigeschossiges Büro- und Mensagebäude in Holzbauweise. Von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme vergingen insgesamt lediglich zwölf Monate.
Im Mittelpunkt des Entwurfs stand die Frage, wie sich ein mehrgeschossiger Gewerbebau ressourcenschonend, wirtschaftlich und langfristig anpassbar umsetzen lässt. Die Antwort ist eine weitgehend vorgefertigte Holzkonstruktion, die unterschiedliche Raumaufteilungen ermöglicht und damit auch für spätere Nutzungsänderungen vorbereitet ist.
Low-Tech-Konzept statt aufwendiger Gebäudetechnik
Das hochwärmegedämmte Bürogebäude folgt einem konsequenten Low-Tech-Ansatz. Anstelle komplexer technischer Anlagen setzt das Energiekonzept auf eine einfache und robuste Lösung: Das Gebäude wird vollständig elektrisch beheizt und gekühlt.
Den dafür benötigten Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage auf dem flach geneigten Dach. In der Jahresbilanz deckt sie den elektrischen Energiebedarf für Heizung und Kühlung vollständig ab.
Auch die Mobilität wurde in das Gesamtkonzept einbezogen. E-Ladesäulen versorgen den firmeneigenen Fuhrpark, während die Elektrofahrzeuge zugleich als Batteriespeicher für das Gebäude dienen können. So werden Energieerzeugung, Speicherung und Nutzung intelligent miteinander verbunden.
Holzfassade mit Bezug zur Unternehmensidentität
Die offene, hinterlüftete Holzfassade prägt das Erscheinungsbild des Neubaus. Ihre Gestaltung greift die Corporate Identity des Unternehmens auf und verleiht dem Gebäude eine eigenständige, zugleich natürliche Außenwirkung.
Der Holzbau wurde sensibel in die bestehende Gebäudestruktur integriert. Zusätzliche Flächen mussten dafür nicht versiegelt werden – ein wichtiger Beitrag zu einem möglichst ressourcenschonenden Umgang mit dem Grundstück.
Flexible und lichtdurchflutete Arbeitswelten
Im Inneren entstanden transparente, großzügige und lichtdurchflutete Open-Office-Bereiche. Südlich ausgerichtete Pfosten-Riegel-Fassaden aus Holz sorgen für eine hohe Tageslichtqualität. Eine Sonnenschutzverglasung reduziert gleichzeitig den sommerlichen Wärmeeintrag.
Die technischen Versorgungstrassen wurden sichtbar unterhalb der Brettstapeldecken montiert. Diese offene Installation erleichtert Wartungsarbeiten und ermöglicht es, die Gebäudetechnik bei veränderten Anforderungen unkompliziert anzupassen. Damit unterstützt das Konzept eine langfristige und flexible Nutzung der Büroflächen.
Insgesamt bietet der Neubau Platz für 40 neue Arbeitsplätze. Ergänzt werden die Bürobereiche durch eine Mensa im Erdgeschoss.
Regenwassernutzung und Aufenthaltsqualität im Außenbereich
Auch die Außenanlagen wurden in das nachhaltige Gesamtkonzept einbezogen. Das anfallende Regenwasser wird in einen bereits vorhandenen Teich geleitet. Direkt am Wasser entstand eine großzügige Sonnenterrasse, die den Mitarbeitenden als Aufenthalts- und Erholungsbereich dient.
So verbindet das Projekt ökologische Maßnahmen mit einer hohen Arbeitsplatz- und Aufenthaltsqualität.
Zukunftsfähiger Gewerbebau in Holzbauweise
Das Büro- und Mensagebäude zeigt, wie sich mehrgeschossige Gewerbebauten mit pragmatischen Lösungen nachhaltig realisieren lassen. Die Kombination aus vorgefertigtem Holzbau, flexiblen Grundrissen, reduzierter Gebäudetechnik und eigener Stromerzeugung schafft ein zukunftsfähiges Gebäude, das sowohl ökologischen als auch funktionalen Anforderungen gerecht wird.
Besonders bemerkenswert ist dabei die kurze Realisierungszeit:
„Das Projekt konnte innerhalb von nur zwölf Monaten – von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme – realisiert werden.“
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