Aufstockung einer Sparkasse in Holzbauweise
Das Sparkassenprojekt Freilassing zeigt, wie sich Bestandsgebäude mit Holz effizient und praxisnah erweitern lassen
Bauen im Bestand
Bei der Aufstockung der Sparkasse Freilassing ging es nicht um Bauen auf der grünen Wiese, sondern um Arbeiten auf einem Bestandsgebäude. Genau das macht solche Projekte besonders anspruchsvoll: Die vorhandene Substanz gibt den Rahmen vor, die Abläufe auf der Baustelle müssen eng abgestimmt sein und jedes Bauteil muss zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sein. Das bestehende Sparkassengebäude wurde um ein drittes und viertes Stockwerk in Holzbauweise erweitert, wobei rund 360m³ Brettsperrholz zum Einsatz kamen. Damit fällt das Gebäude in die Gebäudeklasse 5. Die Elemente wurden vorbereitet auf die Baustelle geliefert, per Kran eingehoben und oben auf dem Gebäude positioniert. Was einfach klingt, verlangt in der Praxis eine saubere Planung und ein eingespieltes Montageteam. Denn gerade beim Bauen im urbanen Raum sind Platz, Zugänglichkeit und Toleranzen begrenzt. Es bleibt wenig Raum für lange Abstimmungen oder aufwendige Korrekturen direkt auf der Baustelle. Umso wichtiger ist, dass Vorfertigung, Kranlogistik und Montage gut ineinandergreifen. Der Holzbau spielt hier seine Stärken aus: Die Bauteile lassen sich vorab präzise fertigen, vergleichsweise schnell montieren und bringen gleichzeitig ein geringeres Eigengewicht mit als viele konventionelle Bauweisen. So entsteht zusätzlicher Raum, ohne dass dafür komplett neu gebaut werden muss.
Zimmerei Hauthaler: Ein Familienbetrieb mit Blick fürs Detail
Umgesetzt wurde das Projekt von der Hauthaler Zimmerei – Holzbau GmbH & Co. KG, einem Familienbetrieb aus Bad Reichenhall, der klassisches Zimmererhandwerk mit modernem Holzbau verbindet. Bei der Aufstockung der Sparkasse in Freilassing passte dieser Ansatz gut zur Aufgabe: Statt einer Lösung nach Schema F brauchte es Erfahrung, saubere handwerkliche Ausführung und ein Team, das mit den Bedingungen vor Ort umgehen kann. Hauthaler steht dabei für Qualität, Verlässlichkeit und eine Zusammenarbeit, bei der ein Handschlag noch zählt. Von der Planung bis zur Montage versteht sich das Unternehmen als Partner, der individuelle Lösungen findet und die Wünsche der Kunden praktikabel auf die Baustelle bringt. Fairness, Teamwork und die Leidenschaft für das Bauen mit Holz prägen die Arbeit des Betriebs. Die handwerkliche Qualität entsteht dabei nicht zuletzt durch motivierte, langjährige Mitarbeitende, die ihr Zimmererhandwerk verstehen und auch bei anspruchsvollen Aufgaben lösungsorientiert anpacken.
Hilti HTC-P2P im Einsatz - Verbindungstechnik als Teil des Montageablaufs
Bei der Aufstockung wurden 146 Hilti HTC-P2P Verbinder eingesetzt. Entscheidend ist ihr Nutzen in dem Moment, in dem ein Wand- oder Deckenelement am Kran hängt und an die richtige Stelle muss. Dann braucht es keine komplizierte Lösung, sondern etwas, das hilft, das Element kontrolliert auszurichten, zu fixieren und bei Bedarf nochmal nachzustellen. Genau hier wird Verbindungstechnik sehr praktisch: weniger Nacharbeit, weniger unnötige Korrekturen und ein klarerer Ablauf für das Montageteam. Bei vorgefertigten Brettsperrholzelementen kann das auf der Baustelle einen spürbaren Unterschied machen.
Oft werden Verbinder nur als kleines Detail in der Planung gesehen. Auf der Baustelle sind sie aber Teil des gesamten Montageflusses. Wenn jedes Element in der richtigen Reihenfolge kommt, der Kran bereitsteht und das Team oben wartet, muss die Verbindung passen. Der HTC-P2P unterstützte hier nicht als großes „Highlight“, sondern als Werkzeug, das den Ablauf einfacher und kontrollierbarer macht. Gerade das macht solche Lösungen im Holzbau wertvoll: Sie fallen nicht zwingend auf, aber sie helfen dabei, dass die Arbeit vor Ort sauber vorangeht.
Ein Projekt, das gut zeigt, worauf es ankommt
Eine Aufstockung ist selten ein Projekt mit idealen Rahmenbedingungen. Gearbeitet wird auf vorhandener Substanz, die Abläufe müssen sitzen und jedes Element muss in der richtigen Reihenfolge an seinen Platz. Beim Sparkassenprojekt in Freilassing wurde genau das sichtbar: Vorgefertigte Brettsperrholzelemente, ein erfahrenes Montageteam und Verbindungstechnik, die draußen auf der Baustelle funktioniert, greifen ineinander. Am Ende entscheidet nicht das einzelne Produkt, sondern ob Planung, Kranlogistik und Ausführung zusammenpassen. Das Ergebnis ist eine Aufstockung, die zusätzlichen Raum schafft und gleichzeitig zeigt, warum Holzbau für solche Aufgaben so gut geeignet ist: leicht, schnell montierbar und nah an der Praxis.
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