NovoCrete® verwandelt in Dormagen ein scheinbar unbebaubares Brownfield in eine blühende Gewerbefläche

Die Herausforderung:

Aus einer Industriebrache eine neue Logistikfläche zu machen, mit maximaler Verwertung des Altmaterials sowie Immobilisierung von Schadstoffen

Die Lösung:

Erstellung einer hydraulisch gebundenen Tragschicht in-situ mit dem Spezialbindemittel NovoCrete® im Rahmen der Gründung einer Halle sowie Logistikfläche, die gleichzeitig das Eindringen von Oberflächenwasser verhindert sowie die Schadstoffe immobilisert und deren Ausschwemmung ins Grundwasser verhindert

  • Bauzeit mit Rückbau 2021 bis 2023
  • Bebautes Grundstück: etwa 66.400 m²
  • Logistikhalle Fläche etwa 33.000 m², aufgeteilt in 3 Units.

Das Projekt:

Eine Fläche so groß wie 80 Fußballfelder verschlingt der Bedarf an neuen Straßen, Siedlungen und Gewerbegebieten allein in Deutschland täglich, schreibt das Deutsche Ingenieurblatt. Bis 2050 soll damit Schluss sein, bis dahin will die Europäische Kommission auf einen Flächenverbrauch von Nettonull reduzieren. Ohne die Nutzung alter Industriebrachen, auch Brownfields genannt, wird das nicht funktionieren, zumal der Bedarf allein an Logistikflächen nach Schätzungen in den nächsten Jahren noch steigen wird.

Die Lösung heißt also Flächenrecycling. Man könnte auch sagen: aus Alt mach Neu. Diese einfache Formel beschreibt nicht nur die Nutzung von Brownfields. Das trifft auch auf das Geschäft der IBS GmbH aus Herrenzimmern zu. Mit ihren bedarfsgerechten und ökoeffizienten Ideen abseits von klassischen Bau- und Sanierungsmethodengilt das Unternehmen in der Infrastruktur- und Immobilienbranche längst als Problemlöser für herausfordernde Projekte.

Ein solcher Problemlöser war in Dormagen dringend nötig, einer zentral zwischen Düsseldorf und Köln gelegenen 65 000-Einwohner-Stadt. Eine Industriebrache bereitete Investoren seit längerer Zeit Kopfschmerzen, da der Bedarf an Logistikflächen in der Region groß ist, das über 60.000 Quadratmeter große Grundstück aber durch Vorgutachten und von der Verwaltung bsi dahin als unbebaubar eingestuft wurde.

Auf dem Gelände stand einst eine Teeraschefabrik, die zur Kohleascheherstellung genutzt wurde. Im zweiten Weltkrieg warfen die Alliierten Bomben über der Region ab, die auch auf dem Grundstück für tiefe Krater sorgten. Diese Krater wurden anschließend mit unterschiedlichstem Material wieder aufgefüllt, weshalb einerseits die Tragfähigkeit der Fläche nicht gegeben war.

Ein viel größeres Problem sind aber die Schadstoffe im Boden, beispielsweise polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK), die in der Produktion der Fabrik entstanden waren. Diese gelten heute als krebserregend und wurden durch die Bombeneinschläge auch in tiefere Schichten eingetragen. Dadurch bestand die Gefahr, dass die Schadstoffe ins Grundwasser ausgewaschen werden, was die Behörden in jedem Fall vermeiden wollten.

„An diesen Herausforderungen sind die Vorgutachter gescheitert“, sagt Dr. Claus Schubert, ein Dipl.-Geologe, der das auf Baugrundbewertung spezialisierte Beratungsbüro für Boden und Umwelt gegründet hat. „Ihnen fehlte es an einer eierlegenden Wollmilchsau, die Immobilisierung und Baugrundverbesserung in einem schafft.“ Dr. Claus Schubert kannte ein solches Fabelwesen. Sein Name: NovoCrete®.

Entwickelt hat dieses Spezialbindemittel und Zement-Additiv Hansjörg Bihl mit seiner IBS GmbH. Der heutige geschäftsführende Gesellschafter war jahrzehntelang in leitenden Funktionen in der Spezialbindemittelindustrie tätig und erkannte, dass im Infrastrukturbau andere Verfahren zum Einsatz kommen müssen, die weniger Bauabfälle verursachen sowie ökonomisch und ökologisch sinnvoller und damit nachhaltiger sind.

Standardbindemittel gibt es in der Bauindustrie schon seit Jahrzehnten. Sie dienen dazu, dem Boden Wasser zu entziehen und ihn verdichtbar zu machen. Allerdings müssen bei dieser Methode das Aufbruchmaterial oder schwierige und belastete Böden entsorgt werden – allein im Straßenbau sind das jedes Jahr etwa 130 Millionen Tonnen, und das bei fast erschöpften Deponieressourcen. Außerdem muss neues Material zum Auffüllen zu den Baustellen transportiert werden.

Mit NovoCrete® ist das alles nicht nötig. Das Spezialbindemittel wird an Ort und Stelle mit einem Baumischverfahren in den anstehenden Boden bzw. Straßenkörper eingebracht und bildet dank hydraulischer Wirkung und kristallinem Wachstum eine neue hochtragfähige, frostsichere und nachhaltige Tragschicht. Dabei werden die unterschiedlichsten Materialen wie etwa alter Asphalt, Schotter oder schwierigste anstehende Böden zu hundert Prozent wiederverwertet, sodass der Austausch und die Deponierung entfallen – dies gilt auch für belastete Straßenausbaustoffe oder wie hier in Dormagen mit PAK-verseuchter Untergrund.

Das zahlt sich im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise aus, weil die Alternative mit NovoCrete® nachhaltiger, kostengünstiger und haltbarer ist:

  • Zeiteinsparung um 50 Prozent
  • Kostenreduktion um 50 Prozent
  • Haltbarkeit/Qualitätssteigerung um 50 Prozent
  • Verringerung des Rohstoffbedarfs um 85 Prozent
  • Einsparung an CO2-Emissionen bei den Lkw-Frachten um 85 Prozent
    (Diese Daten sind alle mess- und belegbar)

In über 1000 Projekten, auf allen Kontinenten und mehr als 10 Millionen Quadratmetern hat NovoCrete® inzwischen seine umweltfreundlichere und nachhaltigere Bauweise bzw. ein Upcycling, das dadurch möglich ist, gezeigt. Zu einem dieser Projekte wurde die Industriebrache in Dormagen.

Ausschlaggebend war ein Konzept, das Burghardt Schramm von der Enreco Engineering GmbH im Zusammenspiel mit Dr. Claus Schubert erarbeitet hatte und in dem schlüssig ein Weg aufgezeigt wurde, wie mit NovoCrete® eine Baugrundverbesserung und gleichzeitig eine Immobilisierung der Schadstoffe möglich ist. „Entscheidend war, dass von der Baumaßnahme, die alle Beteiligten wollten, keine Gefährdung für das Grundwasser, die Umwelt und die Allgemeinheit ausging“, erinnert sich Burghardt Schramm.

Das überzeugte das Landratsamt, die untere Wasserschutzbehörde und auch den Investor, die Dietz-Gruppe, die nach der amtlichen Genehmigung als Generalunternehmer die Bauunternehmung Max Bögl beauftragte. Die Komplettsanierung wurde nicht nur termingerecht fertiggestellt. Im Vergleich zur herkömmlichen Technik war die Bauausführung auch schneller. Der vorhandene Baugrund wurde mit Fräsen aufgearbeitet und verwendet. Durch dieses Recycling wurde nicht nur in wesentlichem Umfang CO2 gespart, das sonst bei Abtransport sowie der Herstellung und dem Transport neuer Materialien entstanden wäre. Sondern auch die Kosten dafür entfielen.

Unter Einarbeitung von NovoCrete® wurde auf breiter Basis eine tragfähige, wasser- und frostsichere Bodenplatte geschaffen werden, in der die Schadstoffe gebunden wurden. „Dieser NovoCrete®-Deckel sorgt auch dafür, dass das Grundwasser nicht kontaminiert wird“, sagt Burghardt Schramm, dessen Unternehmen Enreco Engineering begleitend tätig war und ein Grundwasser-Monitoring durchführte, um das Funktionieren des Vorhabens zu gewährleisten und und belegen.

Zusammen mit der IBS GmbH und den anderen Projektbeteiligten hat Burghardt Schramm die als unbebaubar geltende Industriebrache nicht nur als Logistikfläche nutzbar gemacht. Schon das allein wäre für die Stadt Dormagen wahrscheinlich ein besonderer Verdienst. Durch den Einsatz des Bindemittels ist aber auch eine unschätzbare Verbesserung der Umweltsituation gelungen. NovoCrete® hat die Schadstoffe immobilisiert und gleichzeitig durch die Tragschicht die Fläche so versiegelt, sodass keine Schadstoffe mehr ins Grundwasser eingetragen werden können.

„Wäre nichts geschehen, hätte das zu einer Verschlechterung der Situation vor Ort geführt“, ist sich Dr. Claus Schubert sicher. Der alte Beton wäre weiter zerbröselt, die Oberfläche hätte sich verändert und dadurch hätte sich die Durchlässigkeit erhöht. „Der Einsatz von NovoCrete® hat das alles verhindert.“

Hansjörg Bihl ergänzt: „Bei sonstiger Zementnutzung entstehen mit der Zeit Risse. Durch den Einsatz von NovoCrete® versteinern hingegen die Strukturen und die Flächen werden über die Jahre sogar eher besser.“

Studien haben eine Haltbarkeit von mindestens 80 bis 100 Jahren gezeigt. Natürlich kann man sich die Frage stellen: „Was dann?“ Hansjörg Bihl muss für seine Antwort nicht lange überlegen: „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Ein Weg steht verseuchten Flächen wie in Dormagen in jedem Fall immer offen: „Wir können erneut NovoCrete® nutzen, um die Altlasten zu binden und zu immobilisieren. Das ist in jedem Fall nachhaltig und ökoeffizient.“

Das Ergebnis:

Die IBS GmbH hat das Brownfield in Dormagen zusammen mit seinen Partnern zu einem Paradebeispiel für eine maximale Nutzbarmachung entwickelt. Aus einer eigentlich unbebaubaren Brache wurde durch eine Wiederverwertung der Ausgangsbaustoffe, der Stabilisierung des Bodens und einer Immobilisierung von Schadstoffen nun ein blühendes Grundstück, das vollumfänglich als Logistikfläche genutzt werden kann. Und zwar sicher, dauerhaft und umweltbewusst.

Anstatt also weiterhin unbebaute Flächen am Rande von Siedlungen oder Gewerbegebieten zu versiegeln, zeigt der Einsatz von NovoCrete®, welche Optionen Brownfields in der Bau- und Immobilienwirtschaft spielen können – und mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben müssen. Die Projektbeteiligten arbeiten daran, dass das Beispiel weiterhin Schule macht.

Erfahren , wie NovoCrete® mit seiner hydraulisch gebundenen Tragschicht aus einem scheinbar unbebaubaren Brownfield in Dormagen eine blühende Logistikfläche gemacht hat. Durch die Immobilisierung von Schadstoffen und die Wiederverwertung von Baustoffen setzt das Projekt neue Maßstäbe für nachhaltige und ökoeffiziente Bauweise. Lesen Sie mehr über die erfolgreiche Umwandlung auf unserer Webseite.

Die IBS GmbH versteht sich als Full-Service-Anbieter bei der Betreuung von Bodenstabilisierungen für zahlreiche Gewerke.

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