Nachhaltige Baukultur – Massivteile im Fassadenbau wieder im Trend

Wir alle kennen das einzigartige Gefühl, wenn man in einer historischen Altstadt unterwegs ist. Die massiven Natursteinfassaden an den Stadthäusern, die robusten Naturstein-Sockel und die Ecklisenen aus Naturstein haben eine besondere Anmutung. Sie unterscheiden sich optisch wie auch haptisch von modernen Bauten.

Neben der Ästhetik – weisen Massivfassaden aus Naturstein viele weitere Vorteile auf. Wie die vom Deutschen Naturwerkstein-Verband in Auftrag gegebene Nachhaltigkeitsstudie zeigt, punkten Fassadenkonstruktionen aus Naturstein mit erheblichen ökologischen und ökonomischen Vorteilen gegenüber anderen Fassadentypen – beispielsweise als optimale Temperaturspeicher.

Wenn es im Sommer draußen heiß ist, schützt eine massive Fassade mit einer Stärke von bis zu 12 cm den Innenbereich und lässt die Hitze nicht bzw. nur teilweise ins Gebäude. Diesen Kühleffekt nutzte man bereits in früheren Epochen, wo die Bauweise mit Massivelementen üblich war und erst durch die aufkommende Beton- und Glas-Architektur verdrängt wurde. Ausgefallene Formen und spezifische Details sorgen zudem für eine individuelle Gestaltung der Oberfläche, die heute gefragter ist denn je.

Angesichts der aktuellen Klimadebatten nimmt auch die Bedeutung von nachhaltigen Baumaterialien mit geringem CO2–Fußabdruck stark zu. Während künstlich hergestellte Baustoffe einen hohen CO2-Abdruck u.a. durch den Produktionsprozess (Brennvorgang mit Erdgas) hinterlassen, ist Naturstein bereits von Mutter Natur bereitgestellt. Im Vergleich zum Baustoff Naturstein ist der CO2-Fußabdruck von Aluminium rund 175 mal höher, von Stahl rund 40 mal und von Zement rund 13 mal höher, aber auch vermeintlich nachhaltige Baumaterialien wie Holz, Klinker und Keramik schneiden schlechter ab, da auch sie in ihrer Herstellung gebrannt bzw. erhitzt werden müssen (siehe nachfolgende Abbildung).

CO2-Fußabdruck von Baustoffen und Fassadenmaterialien © DNV

Neben der hohen Ästhetik sind weiterhin die sehr großen Plattenformate überzeugende Argumente für Architekten, denn die hohen technischen Werte lassen dies problemlos zu. Hinzu kommt die lange Lebensdauer von mindestens 100 Jahren.

Dom-Römer-Areal in Frankfurt – Beispiel für eine nachhaltige Baukultur

Nach den Plänen der Dom Römer GmbH wurden unmittelbar im historischen Zentrum der Stadt Frankfurt a.M. 15 Rekonstruktionen sowie 20 Neubauten mit dem ortstypischen roten Mainsandstein erstellt. Auf dem früher mit dem Technischen Rathaus bebauten Areal zwischen Dom und Römer entstanden in den Jahren 2012 bis 2018 insgesamt 35 Gebäude, die sich an den einst in der Altstadt stehenden Gebäuden orientieren. Dabei beeindrucken die Natursteinfassaden sowohl durch ihre individuelle Gestaltung als auch durch die vielen Massivelemente und gelungenen Details.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema «Nachhaltiges Bauen mit Naturstein» https://zukunftnaturstein.de


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