alpha innotec versorgt neues Wiesbadener Quartier mit Wärme

Das energieeffiziente Bewirtschaften von Wohnungen und Quartieren ist heute ein Muss für jede Kommune. Zum einen gilt es den Anforderungen des Gesetzgebers in Sachen Klimaschutz gerecht zu werden. Zum anderen lassen sich nirgends mehr Betriebskosten einsparen als bei der Wärmeversorgung. Die Stadt Wiesbaden realisiert aktuell eine besonders elegante Lösung. Mit Wärmepumpen von alpha innotec.

Das neue Wiesbadener Quartier „Wohnen westlich des Schlossparks“ ist ein stadtplanerisches Filetstück. Unter anderem entstehen hier zehn Reihenhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser mit 67 Wohneinheiten. Betreiber ist der ortsansässige Energieversorger, die ESWE Versorgungs AG. Kooperationspartner sind die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden und die Entsorgungsbetriebe der Stadt.

Schon bei den ersten Planungen für das neue Quartier sei klar gewesen, „dass wir eine innovative und möglichst umweltfreundliche Wärmeversorgung realisieren wollten“, erklärt ESWE-Projektleiter Sebastian Krämer.

Kostenlose Primärenergie

Und die Initiatoren hatten Glück: Entlang des neuen Quartiers verläuft unterirdisch ein Hauptabwasserkanal der Entsorgungsbetriebe. Der liefert künftig kostenlose Primärenergie für die Wärmepumpen, die in der neuen Siedlung für Heizung und die Bereitung von Brauchwarmwasser sorgen. Dazu entnimmt ein Wärmetauscher im Kanal dem 12 bis 14 Grad warmen Abwasser Wärmeenergie, die über ein kaltes Nahwärmenetz im Quartier verteilt wird.

Die Rahmenbedingungen sind geradezu ideal: Die Temperatur des Abwassers im Kanal ist höher als die der meisten sonstigen Primär-Energiequellen. Und sie bleibt das ganze Jahr über ebenso konstant wie die Wassermenge. Das erhöht die Energieeffizienz der Wärmepumpen.

© alpha innotec
© alpha innotec

Wärmepumpe von alpha innotec

Für deren Installation zeichnet Stephan Neumann-Weinkopf, Geschäftsführer der Weinkopf GmbH, verantwortlich. Das Unternehmen ist seit rund 20 Jahren Partner des oberfränkischen Wärmepumpenherstellers alpha innotec und hat in dieser Zeit mehr als 500 Wärmepumpen verbaut.

„Wir installieren in jedem Reihenhaus eine Wärmepumpe vom Typ alpha innotec WZSV mit 9 Kilowatt Leistung und 180-Liter-Speicher für das Brauchwarmwasser. Diese Geräte arbeiten mit Frequenzregelung, richten also ihre Wärmeerzeugung am jeweiligen Bedarf aus. Das macht sie besonders effizient.“

Die fünf Mehrfamilienhäuser werden mit jeweils einer Wärmepumpe vom Typ alpha innotec SWP 561H ausgestattet. Diese Profi-Wärmepumpen beheizen die Wohneinheiten des jeweiligen Gebäudes zentral. „Die Maschinen sind speziell für die Versorgung von Großobjekten konzipiert und bringen eine Leistung von 50 Kilowatt.“

Zwei große Pufferspeicher in jedem Mehrfamilienhaus sorgen dafür, dass den Wohnungen jederzeit ausreichend Heizungswasser zur Verfügung steht. Für die Bereitung des Brauchwarmwassers bezieht eine große Frischwasserstation ihre Wärmeenergie aus dem Heizungswasser der Pufferspeicher.

Eine Kilowattstunde Strom mal fünf

Mit der eingesetzten Technologie von alpha innotec ist laut Stephan Neumann-Weinkopf eine Jahresarbeitszahl (JAZ) über 5 problemlos erreichbar. „Diese Geräte machen aus einer Kilowattstunde Strom fünf Kilowattstunden Heizenergie. Aufgrund der hohen Wärmequellentemperatur, die uns durch den Wärmetauscher der ESWE zur Verfügung steht, sind im realen Betrieb noch höhere Jahresarbeitszahlen möglich.“

So lässt sich das komplette Quartier mit der Energie aus dem Abwasserkanal versorgen, der Wärmebedarf beträgt rund eine halbe Million Kilowattstunden pro Jahr. Um diese Heizlast mit fossilen Energieträgern abzudecken, wären etwa 50.000 Liter Heizöl oder 50.000 Kubikmeter Gas erforderlich. Mit der jetzigen Lösung hingegen spart der Betreiber rund 65 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Ein Kostenfaktor und – vor allem – ein Pluspunkt für Klima und Umwelt.

Künftig wollen die Initiatoren noch mehr Lösungen dieser Art verwirklichen. So favorisieren sie für sieben private Einfamilienhäusern in unmittelbarer Nähe eine Fortführung des Konzepts mit Nahwärmenetz plus Wärmepumpe. Außerdem denken sie bereits darüber nach, wie sich eine solche umweltfreundliche Energieversorgung auch für andere Neubaugebiete realisieren lässt. Statt Abwärme aus einem Abwasserkanal, so die Überlegungen, könnte Erdwärme als Energiequelle dienen.


 

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